Heizen mit Pellets
Seit Mitte des Jahres 2004 zeichnet sich in Deutschland ab, dass durch die Abhängigkeit vom internationalen Mineralölmarkt mittelfristig für die konventionelle Heizwärmeerzeugung und Stromnutzung mit einer Kostensteigerung von etwa 3- 5% pro Jahr zu rechnen ist. Dies führt in Privathaushalten, Gewerbe und Industrie zu einem Umdenken und zur Suche nach Alternativen.
In den letzten Jahren hat sich die Beheizung mit Holzpellets in Feuerungsanlagen von 10 - 100 KW etabliert. Einige Hersteller bieten zwischenzeitlich auch Anlagenkomponenten an, die für Niedrigenergie- und Passivhauser mit geringen Heizwärmebedarfen von 2-5 kW Raumwärmeleistung und derselben Warmwasserzeugungsleistung ausgelegt sind.
Holzpellets werden aus Abfallprodukten der Holzverarbeitung hergestellt. In Norddeutschland lieferbare Pellets haben eine ausgedehnte Reise hinter sich, die im Karelischen Holzausschlag der letzten subpolaren Urwälder beginnt, den Weg über finnische und schwedische Sagewerke nimmt, in deutschen, tschechischen oder polnischen Möbel-, Bau- und Tischlerfirmen zu hochwertigen Gütern veredelt, als Abfallprodukt nach Dänemark oder Osterreich exportiert und dort zu Pellets gepresst, irgendwann den deutschen Brennstoffhändler erreicht.
Durch diese Rahmenbedingungen sind Struktur, Konsistenz, enthaltene Holzsorten, Festigkeiten und damit verbundene Qualitätsmerkmale wie Stabilität, Abrieb, Feuchtegehalt und Brennwert sehr unterschiedlich. Der aktuelle Marktpreis von Holzpellets beträgt ca. 190.-/ to bei einem Heizwert von 0,5 I HEL (4,93 kWh/kg).
Neben der Verwendung von Holzpellets werden zunehmend weitere Forst- und Landwirtschaftliche Produkte und Abfälle zur Verbrennung herangezogen. In Schleswig- Holstein existieren bereits etwa 15 Betriebe, die Ihre Feststoffbrenner zeitweilig mit Getreide befeuern.
Dies ist sicherlich ethisch fragwürdig, spiegelt jedoch letztendlich nur die aktuellen Randbedingungen der Land- und Energiewirtschaft wieder. Die Landwirtschaftskammer Hannover bewertet diese Entwicklung daher auch als Alternative zur Preissicherung durch Intervention: Da der Brennwert des Getreides aktuell bereits höher als der Marktpreis in der Lebensmittelproduktion ist, kann durch die Verbrennung ein weiterer Preisverfall des Getreides verhindert werden (Dr. H. Funk, LWK-Hannover, 2004). Die Abschaffung der subventionierten Intervention (Aufkauf) kann hier sogar als Vorteil für die Landwirtschaft gesehen werden. Dies führt jedoch zu der Situation, dass der Ölpreis letztendlich direkt die Lebensmittelpreise steuert.
In einigen Gemeinden Deutschlands können bereits Strohpellets bezogen werden. Entgegen landläufiger Ansicht hat Stroh grundsätzlich denselben Brennwert von ca. 5,2 kWh/kg wie Holz. Im Unterschied zu Holzpellets ist die Schwankungsbreite des Brennwertes deutlich geringer, da die Herkunft und Zusammensetzung von Stroh nicht so unterschiedlich ist, wie die industrieller Holzreste.
Allen hier genannten Brennstoffalternativen ist eine erhöhte Schlackebildung im Brennraum gemeinsam. Dies führt im Regelfall bei Altanlagen zu mittelfristigen Schäden an Rosten und Brennführungen. Durch Entwicklungen -vornehmlich aus dem skandinavischen Raum -können diese Brennstoffe erst seit kurzem tatsächlich in den Neuanlagen von 3 Herstellern risikolos verbrannt werden .
Aufgrund dieser Entwicklung bieten wir Ihnen ab 2005 Stroh- und Ölpellets zur Verbrennung in geeigneten Festbrennstoffkesseln (Richtpreise Stand 1/2005 netto frei Werk) an.
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Ölpellets Ölpellets sind ein Produkt aus dem regionalen landwirtschaftlichen Anbau Ihrer Region. Sie sind kein Abfallprodukt, sondern werden aus verschiedenen Komponenten der Lebensmittelproduktion gleich bleibender Herkunft und Zusammensetzung zu einem qualitativ hochwertigen Brennstoff verarbeitet. Wir garantieren Ihnen, dass alle Bestandteile aus lokalem Anbau und mit geringsten Transportwegen im norddeutschen Raum angebaut und produziert werden. Mit der Nutzung von Ölpellets erwerben Sie nicht nur einen Brennstoff, sondern Sie unterstützen auch Ihre lokalen landwirtschaftlichen Betriebe. Bitte informieren Sie sich! |
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Unabhängige Analyse durch die Technische Universität Hamburg- Harburg: